Ein Wohnprojekt der etwas anderen Art

- Betreten auf eig'ne Gefahr -
 

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Sensible oder der Vernunft treue Menschen, sollten diesem Projekt lieber keine Aufmerksamkeit schenken.

Hier haben sich zwei Personen eine der höchsten Instanzen Untertan gemacht: Die Worte. Oder wird eben diese Instanz ihnen am Ende ein Strich durch die Rechnung machen? Worte erschaffen etwas Lebendiges, etwas, das schnell ein Eigenleben bekommen kann. Aus solchen Eigenleben entstehen Protagonisten, die hier ihr neues Heim finden sollen.

Noch liegt's Anwesen still und weitaus unberührt da. Die Frage ist, wielange dieser Zustand noch anhalten kann. Bald schon wird hier, mit einem Fünkchen Wahrheit in diesem Sprichwort, die Hölle ausbrechen.

Von ihrem selbst eingerichteten Zimmer aus, werden die Buchstabenpuzzler die Situation erst einmal nur stillschweigend beobachten; sie haben es sich nicht genommen, Kameras im Haus zu installieren – abgesehen vom Badezimmer. Das gehört sich nicht. -, damit sie auch ja alles im Auge behalten können. Ausgestattet sind sie mit koffeinhaltigen Getränken & diversen Leckereien, denn eines wollen sie heute auf keinen Fall: schlafen.

Grund dafür ist die Persönlichkeit, welche als erstes die Einladung geschickt bekam; jedenfalls kann man sich sicher sein, dass sie angekommen ist, denn der Postbote ist spurlos verschwunden. Das lässt sich eventuell zugetragenen Geschehnissen immer noch eine Menge Spielraum, doch das Endergebnis wird wohl 'n verstörtes Häufchen Elend sein – wenn's noch am Leben ist. Jedoch kann der Postbote froh sein, dass 's sich bei ihm nicht um ein Weib handelt(e).

Nun wartet man, angespannt, darauf, dass der Psycho die Bühne betritt, unwissend, dass ihm etwas mit genug Abstand folgt, um nicht bemerkt zu werden. Etwas, dass für manche glatt 'n größ'rer Alptraum sein könnte.

Somit wird der Startschuss für ein Projekt gegeben, welches wohl schlimmer nach hinten losgehen wird als der Versuch einer Superheldin, die Welt zu retten...

4.3.13 22:52, kommentieren

Der erste Einzug steht an und unsere geschätzten beiden Autorinnen können ihre Nervosität bezüglich des nahenden Psychos kaum verstecken. Ob der verloren gegangene, bemitleidenswerte Postbote jemals wieder auftauchen würde? Wohl kaum. Fraglich ist auch, ob Chiron, geben wir dem jungen Herrn doch direkt mal einen Namen, sich wirklich an die vorgegebenen Regeln halten oder doch lieber das Haus in Schutt und Asche legen wird. Der Schatten, der ihm auf Schritt und Tritt in einem gewissen Sicherheitsabstand folgt, bleibt derzeit noch unbemerkt, doch wird er in Zukunft sicherlich für genug Aufruhr sorgen. Allerdings sind heute alle Augen bloß auf den Traumwandler gerichtet und registrieren jede seiner Bewegungen. Es hat niemanden wirklich überrascht, dass er die Einladung angenommen hat. Genauso wenig ist es uns neu, dass der Südkoreaner sich gerne als Chef ansieht und das Haus vermutlich als s e i n s betrachten wird.

Die Schreiberinnen - vor allem jene, die oft als "Perle" bezeichnet wird - wären vermutlich am liebsten mehrere Meter, vor Freude, in die Luft gesprungen als der hübsche Killer die Finger in der eig'nen Jackentasche verschwinden lässt und einen kleinen silbernen Schlüssel hervorholt, um die Haustür aufzuschließen. Er tritt ein und die beiden Damen, die sich in ihrem "Wandschrank" verstecken, halten die Luft an, um ihre Anwesenheit nicht sofort zu verraten. Er räuspert sich laut, sieht sich jeden Winkel des Hauses genauestens an. Und als schließlich ein düst'res, aber zufriedenes Lächeln die Lippen des Psychos erreicht, wissen sie, es ist geschafft. Sie haben den ersten Bewohner - abgesehen von sich selbst - gefunden und er nimmt die Bedinungen, zumindest zu diesem Zeitpunkt, auch an. Hätte es besser laufen können? Mit Sicherheit nicht.

Da Chiron der Erste ist, der das Anwesen mit Leben füllt, darf er sich natürlich auch das beste Zimmer aussuchen. Es ist eins der wenigen Zimmer, das einen Blick auf den riesigen Garten, samt Pool und allem Schnickschnack, verdient hat. Er hat sein eigenes Bad, ein großes Bett. Schreibtisch, Fernseher, Laptop - alles, was in dem modernen Leben, wie wir's kennen, eben braucht. Seine Sachen werden später eintreffen, immerhin braucht auch ein Mann seine eigenen begehbaren Kleiderschrank, eine Sammlung an Accessoires und guten Düften. Er ist jemand, der auf sein Äußeres achtet. Ein wahnsinnig guter Liebhaber - was natürlich noch ausgetestet werden muss und wir können uns alle denken, wer sich freiwillig dafür melden wird - und genauso gut im Morden. Der Psycho ist ein hohes Risiko, das das ganze Vorhaben zunichte machen kann. Aber andersrum wären sie dumm gewesen, ihn nicht einzuladen, denn keiner wird für mehr Chaos und Unruhen sorgen als er. Und das ist es, was die Leute sehen wollen - nicht wahr?

11.3.13 02:37, kommentieren


Den Koreaner hätte die Perle im Falle eines Falles auch vollkommen für sich. Die zweite Schreiberin verzichtet liebend gerne darauf, auch noch das letzte Bisschen Unschuld zu verlieren. Außerdem sind ihre Träume ihr Heiligtum und deshalb allein' der weitere Gedanke ein absolutes No-Go. Die Verrückte – den Beinamen hat man natürlich grundlos bekommen – schüttelt leicht den Kopf und betrachtet lieber das ganze 'Kunstwerk' über die Monitore; dem einen muss dann jedoch gleich gegen die Scheibe geklopft werden, um eine Bildstörung auszuschließen. Wie war das Ding denn hierher gelangt? Leise, sie darf ja nicht zu viel Lärm machen, geht sie zu einer Schublade hinüber und zieht sie auf, zählt nach. Zugegeben, sie hat den Überblick verloren und deshalb auch keinen Plan, wieviele der Einladungen schon auf dem Weg sind, a b e r Miyus ist noch hier. In der hintersten Ecke der Schublade, mit einigen bunten Aufklebern verziert. Leicht irritiert wird also der sich bewegende, regenbogenfarbende Regenschirm betrachtet, der wenig später ebenfalls die Tür durchschreitet. Die Frage danach, wie sie an den Schlüssel gelangt ist, bleibt natürlich auch weiterhin im Raum stehen.

Am besten wäre es wohl, wenn dieses Ding niemals existiert hätte, wobei einem da wohl mindestens zwei Leute zustimmen würden. Es ist eigentlich auch nicht ernst gemeint gewesen, doch scheinen sich gerade solche Ideen immer umsetzen zu wollen. Die Verrückte murmelt derweilen irgendetwas von unsicheren Türen, Keksen und Testamenten. Außerdem scheint sie ein schwarzhaariges Etwas mit dem Namen Luca hier haben zu wollen. Für's Verständnis ist es wohl nötig anzumerken, dass der Neuankömmling mit dem Psycho verwandt ist; nur sollte diese Tatsache nicht zu laut ausgesprochen werden.

Der Blick geht unsicher zur Perle hinüber. Haben sie so etwas wie eine... Notfallverriegelung eingebaut? Anderenfalls müssten sie sich schnell etwas überlegen, damit der herzallerliebste Traumwandler nicht gleich das Weite sucht. Oder sollte man sich lieber Sorgen um Miyu machen? Ein lautes 'Badumm tss!' ist zu vernehmen und ein Blick auf die Monitore verrät, dass Miyu sich nun scheinbar eine echte Variante ihres Lieblingstraumspielzeuges gemacht hat. Wie auch immer sie diesen Affen dressiert hat. Die Verrückte scheint einem nervösen Augenzucken zu unterliegen und setzt sich erst einmal auf ein Sofa und kuschelt sich unter eine Decke.


18.3.13 19:27, kommentieren