Ein Wohnprojekt der etwas anderen Art

- Betreten auf eig'ne Gefahr -
 

Meta





 

Der erste Einzug steht an und unsere geschätzten beiden Autorinnen können ihre Nervosität bezüglich des nahenden Psychos kaum verstecken. Ob der verloren gegangene, bemitleidenswerte Postbote jemals wieder auftauchen würde? Wohl kaum. Fraglich ist auch, ob Chiron, geben wir dem jungen Herrn doch direkt mal einen Namen, sich wirklich an die vorgegebenen Regeln halten oder doch lieber das Haus in Schutt und Asche legen wird. Der Schatten, der ihm auf Schritt und Tritt in einem gewissen Sicherheitsabstand folgt, bleibt derzeit noch unbemerkt, doch wird er in Zukunft sicherlich für genug Aufruhr sorgen. Allerdings sind heute alle Augen bloß auf den Traumwandler gerichtet und registrieren jede seiner Bewegungen. Es hat niemanden wirklich überrascht, dass er die Einladung angenommen hat. Genauso wenig ist es uns neu, dass der Südkoreaner sich gerne als Chef ansieht und das Haus vermutlich als s e i n s betrachten wird.

Die Schreiberinnen - vor allem jene, die oft als "Perle" bezeichnet wird - wären vermutlich am liebsten mehrere Meter, vor Freude, in die Luft gesprungen als der hübsche Killer die Finger in der eig'nen Jackentasche verschwinden lässt und einen kleinen silbernen Schlüssel hervorholt, um die Haustür aufzuschließen. Er tritt ein und die beiden Damen, die sich in ihrem "Wandschrank" verstecken, halten die Luft an, um ihre Anwesenheit nicht sofort zu verraten. Er räuspert sich laut, sieht sich jeden Winkel des Hauses genauestens an. Und als schließlich ein düst'res, aber zufriedenes Lächeln die Lippen des Psychos erreicht, wissen sie, es ist geschafft. Sie haben den ersten Bewohner - abgesehen von sich selbst - gefunden und er nimmt die Bedinungen, zumindest zu diesem Zeitpunkt, auch an. Hätte es besser laufen können? Mit Sicherheit nicht.

Da Chiron der Erste ist, der das Anwesen mit Leben füllt, darf er sich natürlich auch das beste Zimmer aussuchen. Es ist eins der wenigen Zimmer, das einen Blick auf den riesigen Garten, samt Pool und allem Schnickschnack, verdient hat. Er hat sein eigenes Bad, ein großes Bett. Schreibtisch, Fernseher, Laptop - alles, was in dem modernen Leben, wie wir's kennen, eben braucht. Seine Sachen werden später eintreffen, immerhin braucht auch ein Mann seine eigenen begehbaren Kleiderschrank, eine Sammlung an Accessoires und guten Düften. Er ist jemand, der auf sein Äußeres achtet. Ein wahnsinnig guter Liebhaber - was natürlich noch ausgetestet werden muss und wir können uns alle denken, wer sich freiwillig dafür melden wird - und genauso gut im Morden. Der Psycho ist ein hohes Risiko, das das ganze Vorhaben zunichte machen kann. Aber andersrum wären sie dumm gewesen, ihn nicht einzuladen, denn keiner wird für mehr Chaos und Unruhen sorgen als er. Und das ist es, was die Leute sehen wollen - nicht wahr?

11.3.13 02:37

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